Warum auditive Überforderung kein Hörproblem ist – sondern ein Thema der Verarbeitung
Viele Menschen beschreiben es so:
Geräusche werden plötzlich zu laut, zu nah, zu viel. Gespräche ermüden, Alltagslärm überfordert, Stille wird zur dringend benötigten Erholung.
Medizinisch ist das Gehör oft unauffällig – und doch fühlt sich alles nach Überlastung an.
Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) liegt der Schlüssel hier nicht primär beim Ohr, sondern beim Dünndarm.
In der TCM hat der Dünndarm eine zentrale Aufgabe:
Er trennt das Reine vom Unreinen.
Diese Funktion bezieht sich nicht nur auf Nahrung, sondern ebenso auf:
Der Dünndarm entscheidet, was aufgenommen, weitergeleitet oder ausgeschieden wird.
Übertragen auf das Nervensystem bedeutet das:
Er ist maßgeblich daran beteiligt, Reize zu filtern, zu gewichten und zu sortieren.
Der Dünndarm-Meridian verläuft:
Das erklärt, warum bei auditiver Überlastung häufig gleichzeitig auftreten:
Das Ohr ist in diesem Zusammenhang Teil einer Verarbeitungsachse, nicht ein isoliertes Sinnesorgan.
Das Gehör ist permanent offen. Es gibt kein „Augenlid fürs Ohr“.
Reize treffen ungefiltert ein – die Filterung muss zentral erfolgen.Wenn der Dünndarm energetisch oder funktionell überlastet ist:
Das Nervensystem gerät in Daueranspannung.
Reizüberflutung ist deshalb häufig ein Filterproblem, kein Hörproblem.
Der Dünndarm ist der Yang-Partner des Herzens.
Wenn der Dünndarm seine Filterfunktion nicht mehr ausreichend erfüllen kann:
Viele Betroffene beschreiben genau das.
Auditive Überempfindlichkeit tritt häufig gemeinsam auf mit:
In all diesen Fällen ist nicht das Sinnesorgan das Problem, sondern die Reizverarbeitung.
In der TCM und im Shiatsu beschreiben wir diesen Zustand oft als:
Shiatsu kann hier besonders wirksam sein, weil es:
Ziel ist nicht, Reize auszuschalten, sondern dem System wieder Unterscheidungsfähigkeit zu ermöglichen.
Einfachheit hilft dem Dünndarm zu lernen, zu trennen.
Auditive Reizüberflutung ist selten ein Problem des Ohres.
Sie ist meist Ausdruck eines überlasteten Filtersystems.
Der Dünndarm spielt dabei eine Schlüsselrolle:
Wer ihn stärkt, unterstützt nicht nur die Verdauung, sondern auch:
Shiatsu und ganzheitliche Körperarbeit bieten hier einen stillen, nachhaltigen Weg zurück zu mehr Ordnung im Nervensystem.